Was ist EMDR? Die Traumatherapie einfach und vollständig erklärt
Augenbewegungen, die belastende Erinnerungen entschärfen? Was zunächst ungewöhnlich klingt, ist heute eine der am besten untersuchten Metho…
EMDR ist eine der am besten untersuchten Methoden zur Behandlung von Traumafolgen. Hier erklären wir, wie EMDR funktioniert, wie eine Behandlung abläuft, was sie kostet und worauf du bei der Suche nach einer Therapeutin achten solltest.
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EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing und wurde Ende der 1980er-Jahre von der Psychologin Francine Shapiro entwickelt. Kennzeichnend ist die bilaterale Stimulation: Während eine belastende Erinnerung aufgerufen wird, folgen die Augen einer rhythmischen Hin-und-her-Bewegung, alternativ werden abwechselnd Berührungen oder Töne eingesetzt.
Die Behandlung folgt einem strukturierten Protokoll mit acht Phasen – von der Anamnese über die Vorbereitung bis zur eigentlichen Verarbeitung und der Überprüfung in der Folgesitzung. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt EMDR seit 2013 zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung; in Deutschland ist die Methode seit 2014 für Erwachsene mit PTBS im Rahmen der Richtlinienpsychotherapie anerkannt.